Ministerin Nicole Razavi beim Neujahrsempfang in Dörzbach

Die Neujahrsempfänge der Dörzbacher CDU zeichnen sich aus durch hochkarätige Referenten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. 

In diesem Jahr begrüßte Arnulf von Eyb, stellvertretend für die sich derzeit am anderen Ende der Welt befindlichen Vorsitzenden Stefanie Sonnentag, die baden-württembergische Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Nicole Razavi. Im Hinblick auf die bevorstehende Landtagswahl präsentierte sich eingangs Tim Breitkreuz als Kandidat für den Wahlkreis Hohenlohe. Er wünscht sich in der Politik mehr Pragmatismus und gesunden Menschenverstand und fordert schnellere Genehmigungen für die Investitionen der heimischen Wirtschaft. „Ich will eine starke Stimme für Hohenlohe sein und bitte dafür in aller Demut um ihr Kreuz für Breitkreuz“ lautete sein Appell.

„Bei der kommenden Wahl wird entschieden, welchen Weg Baden-Württemberg gehen wird und ob das alles eine Zukunft hat, was das Land über Jahrzehnte so stark gemacht hat“ ist Ehrengast Nicole Razavi überzeugt. Es wird darum gehen, mehr Freiheiten einzuräumen, weniger zu reglementieren und der Grundidee „Erwirtschaften kommt vor dem Verteilen“ wieder mehr Gewicht zu verleihen. Es brauche mehr Mut statt Angst vor der Veränderung und Manuel Hagel mit seinen siebenunddreißig Jahren stehe für die Zukunft genauso wie Tim Breitkreuz. Mit der von ihr vorangetriebenen neuen Landesbauordnung sei im Hinblick auf Beschleunigung und Vereinfachung bereits viel erreicht, doch: „Es wird viel zu wenig gebaut, weil es sich nicht rechnet“ lautet die Analyse von Bauministerin Razavi. 

Es gebe derzeit keine Abschreibung für Wohnungseigentum und die Grunderwerbssteuer müsse runter: „Fünf Prozent von nichts ist nichts“. Die Standards seien zu hoch, es werde immer teurer und bringe fürs Klima immer weniger: „Wir dämmen uns zu Tode.“ Ein Potential sieht Razavi in den vorhandenen Leerständen, aber: „Wer die Vermieter maximal drangsaliert, wird diese nicht zum Vermieten bewegen.“ Abschließend appellierte Nicole Razavi: „Gehen Sie mit Ihren Stimmen verantwortungsvoll um und überlegen Sie bei allem Ärger und Frust genau, ob das, was andere propagieren, Ihnen selbst etwas bringt.“

Vor dem anschließenden Beisammensein bei Brezeln und Getränken lobte Bürgermeister Andy Kümmerle, dass das Landessanierungsprogramm gut funktioniere und dankte der Ministerin, dass sie in die Kleine Gemeinde gekommen ist.