Landtagsabgeordneter Breitkreuz hilft bei Weinlese: Austausch über Herausforderungen im Weinbau
Öhringen-Untersöllbach. Bei der diesjährigen Weinlese hat der direkt gewählte Landtagsabgeordnete und weinbaupolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Tim Breitkreuz, den Wengerter Jens Breuninger in Untersöllbach besucht und selbst bei der Lese mit angepackt. Breuninger liefert seine Trauben an die Weinkellerei Hohenlohe eG, die ihre Weine unter der Marke FÜRSTENFASS vermarktet. Die Genossenschaft vereint knapp 400 Winzerfamilien aus 26 Weinorten und rund 520 Hektar Rebfläche.
Neben der aktuellen Lese stand vor allem die Situation der Weinbaubetriebe im Mittelpunkt. Steigende Kosten, rückläufiger Weinkonsum und hoher Wettbewerbsdruck treffen auf die Herausforderungen durch veränderte klimatische Bedingungen. Auch 2026 zeigt sich das unmittelbar: Die Weinlese begann ungewöhnlich früh, die Qualitätserwartungen sind gut, durch die anhaltende Trockenheit werden allerdings unterdurchschnittliche Erträge erwartet.
„Der Weinbau gehört zu Hohenlohe und prägt unsere Landschaft und unsere Region. Gleichzeitig stehen viele Wengerter wirtschaftlich unter erheblichem Druck. Der Austausch direkt im Weinberg ist deshalb für meine Arbeit als weinbaupolitischer Sprecher besonders wertvoll“, so Breitkreuz.
Das Land hat seine Unterstützung für den Weinbau 2026 ausgeweitet. Mit der neuen Verwaltungsvorschrift Förderung Weinbau wurden unter anderem die Fördersätze für die Umstrukturierung von Rebflächen erhöht. Für pilzwiderstandsfähige Rebsorten sind zusätzlich bis zu 3.000 Euro je Hektar möglich. Bei Investitionen in Kellerwirtschaft und Vermarktung können 2026 bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen werden; zugleich wurde die Mindestinvestitionssumme für diese Vorhaben auf 5.000 Euro abgesenkt.
„Die Förderungen setzen an wichtigen Stellen an – bei Investitionen, bei der Weiterentwicklung der Rebflächen und bei der Vermarktung. Entscheidend bleibt aber, die Erfahrungen der Betriebe aufzunehmen und die Rahmenbedingungen laufend an die tatsächlichen Herausforderungen anzupassen“, betont Breitkreuz.